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Der Röntgen-Leitfaden (2018) stellt eine Empfehlung der Gesellschaft für Pferdemedizin e. V. (GPM) als Hilfe für Tierärzte bei der röntgenologischen Untersuchung und Befundung im Rahmen der Kaufuntersuchung dar. Die sorgfältige klinische Untersuchung ist die wichtigste Grundlage zur Beurteilung der aktuellen körperlichen Verfassung eines Pferdes bei der Kaufuntersuchung. Die röntgenologische Untersuchung und Befundung ist eine Zusatzuntersuchung und stellt im Rahmen des Kaufgeschehens lediglich einen kleinen Ausschnitt des Befundspektrums dar.

Die Anwendung des Röntgenleitfadens 2018

Dieser Leitfaden kommt nur bei lahmfreien, warmblütigen Reitpferden ab dem Alter von drei Jahren zur Anwendung. Er darf nicht im Rahmen der Diagnostik bei Lahmheitsuntersuchungen verwendet werden und nicht zum Zwecke der Zuchtauswahl. Die exakte Lokalisation eines lahmheitsverursachenden Schmerzes ist nur mithilfe einer gezielten Lahmheitsdiagnostik und nicht im Rahmen von Kaufuntersuchungen möglich.
Die röntgenologische Standarduntersuchung umfasst 18 Aufnahmen (Standardprojektionen) und kann nach Absprache zwischen Auftraggeber und Tierarzt durch zusätzliche Röntgenaufnahmen ausgeweitet oder durch Verzicht auf einzelne Aufnahmen des Standards reduziert werden. Mit den Standardprojektionen sind nicht alle möglichen röntgenologischen Befunde erfassbar. Die Beurteilung im Leitfaden bezieht sich auf diese Standardprojektionen. Einige Befunde können nur mit weiterführenden Untersuchungen abgeklärt werden, weil zum Beispiel nicht klar ist, ob eine isolierte Verschattung in der Sehne oder in der Unterhaut liegt oder ob eine Veränderung intra- oder extraartikulär lokalisiert ist.
Die weiterführende Untersuchung muss jedoch gesondert beauftragt werden und erfolgt außerhalb der Kaufuntersuchung.
 


Die durchzuführenedn Standardaufnahmen sind:
 
Vordergliedmaße
Zehe
1. Huf 90°
[LM = lateromedial] Zentrierung auf das Strahlbein
2. Zehe 90° [LM = lateromedial] Zentrierung auf das Fesselgelenk
3. Huf 0° nach Oxspring [DPrPaDiO = dorsoproximal-palmarodistal oblique]
Das Entfernen der Hufeisen an der Vordergliedmaße für diese Aufnahmen wird empfohlen. Werden die Eisen auf Wunsch des Auftraggebers nicht entfernt, so ist dies zu dokumentieren.

Hintergliedmaße
Zehe
4. Zehe 90°
[LM = lateromedial] Übersichtsaufnahme, Zentrierung auf das Fesselgelenk.
Sprunggelenk
5. Sprunggelenk 0°
[DP = dorsoplantar]
6. Sprunggelenk ca. 45°
[DLPMO = dorsolateral-plantaromedial oblique]
7. Sprunggelenk ca. 135°
[DMPLO = dorsomedial-plantarolateral oblique]
Knie
8. Knie ca. 90°
[LM = lateromedial] 9. Knie 180° [CdPrCrDi = caudoproximal-craniodistal]


Befundung der Röntgenaufnahmen
 
Definition der Röntgenbefunde
 
Definition der normalen Röntgenanatomie: Röntgenbefunde, die dem Idealbild entsprechen oder von dem Idealbild abweichen, aber funktionell unbedeutend sind. Aufnahmen, die keine Abweichungen von der normalen Röntgenanatomie aufweisen, werden mit o. b. B. bezeichnet und müssen nicht erwähnt werden.
Im Befundkatalog des Röntgen-Leitfadens
werden nur Befunde aufgelistet, die von der normalen Röntgenanatomie abweichen. Es handelt sich um:
• Röntgenbefunde, bei denen ein Risiko, eine Lahmheit zu verursachen, nicht zuverlässig eingeschätzt werden kann,
• Röntgenbefunde, die mit einem Lahmheitsrisiko behaftet sind. Sie werden in der Befundliste mit Risiko bezeichnet.


Der Kauf des Lebewesens Pferd wird immer – auch bei sorgfältig durchgeführter klinischer und röntgenologischer Untersuchung – ein nicht mit anderen „Handelsgütern“ vergleichbares Risiko beinhalten. Diese Tatsache sollte allen am Pferdekauf beteiligten Personen ausdrücklich bewußt sein.


https://www.pferd-aktuell.de/fn/newsticker/fei---fn---dokr/neuer-roentgenleitfaden-2018-kommt?template=HTML

 
 



Aufgrund geltender arzneimittelrechtlicher Vorschriften muß der Equidenpaß eines Pferdes bei jeder tierärztlichen Behandlung vorgelegt werden!

Der arzneimittelrechtliche Status des Pferdes als "zum menschlichen Verzehr bestimmt" (= Schlachtpferd) oder "nicht zum menschlichen Verzehr bestimmt" (= Nicht-Schlachtpferd) muß von uns vor jeder Behandlung überprüft werden, da sich hieraus wichtige Konsequenzen für die Wahl der Arzneimittel und die Dokumentation der Arzneimittelbehandlung sowohl durch den Tierarzt als auch durch den Besitzer ergeben.

Für die Behandlung von "Schlachtpferden" stehen ausschließlich für die Anwendung bei Pferden zugelassene Arzneimittel zur Verfügung. Sowohl über die Anwendung der Medikamente durch den Tierarzt als auch über die Abgabe von Medikamenten zur Weiterbehandlung gem. tierärztlicher Anweisung durch den Besitzer, erhält der Besitzer / Tierhalter einen "Arzneimittelanwendungs- und Abgabebeleg". Dieser Beleg ist 5 Jahre lang aufzubewahren und die Behandlungen - sowohl durch den Tierarzt als auch durch den Besitzer - sind durch den Besitzer / Tierhalter in einem Bestandsbuch zu dokumentieren. Informationen hierzu und eine Musterseite finden Sie hier: http://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen/dateien/bestandsbuch.pdf 
Sowohl die ordnungsgemäße Aufbewahrung der Belege als auch das ordnungsgemäße Führen des Bestandsbuches werden durch das Veterinäramt kontrolliert. Aufgrund des erheblichen zusätzlichen Verwaltungsaufwandes werden die Arzneimittelanwendungs- und Abgabebelege von uns als tierärtliche Bescheinigung gem. GOT berechnet.

Bei der Behandlung von "Nicht-Schlachtpferden" entfällt diese Dokumentationspflicht, sowohl das Ausstellen der Arzneimittelanwendungs- und Abgabebelege und deren Aufbewahrung als auch das Führen eines Behandlungsbuches sind für "Nicht-Schlachtpferde" nicht notwendig.
Darüberhinaus stehen uns für "Nicht-Schlachtpferde" im Falle eines sogenannten Therapienotstandes im Rahmen der Arzneimittelumwidmung erheblich mehr Medikamente zur Anwendung zur Verfügung.

Da es sich bei unseren Patienten praktisch ausnahmslos um Freizeit- oder Sportpferde mit erheblichem ideellen Wert handelt, empfehlen wir grundsätzlich die Eintragung der Pferde im Equidenpaß als "nicht zum menschlichen Verzehr bestimmt".



Informationen der FN zum Thema "Fairer Sport - Bestimmungen der neuen
  
Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln (ADMR)"
finden Sie hier:

http://www.pferd-aktuell.de/fairersport/die-regeln-admr/die-regeln-admr       
       

Information concerning the FEI initiative "Clean Sport" you will find here:

http://www.feicleansport.org



Um nähere Informationen zur Infektion mit Equinen Herpesviren (EHV) zu erhalten, klicken Sie bitte hier :

 http://www.tiho-hannover.de/kliniken-institute/kliniken/pferde/besitzerinformationen-zu-herpesvirusinfektionen/


    Wir stehen Ihnen für alle Fragen rund ums Pferd gerne zur Verfügung.

                                                                                Bitte rufen Sie uns an.