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Lesen Sie hierzu mehr auf unserer Seite "Service und Information"



Aufgrund der zunehmend problematischen Resistenzsituation bei Anthelmintika („Wurmkuren“) wird seit geraumer Zeit über neue Wege in der Bekämpfung von Endoparasiten beim Pferd nachgedacht.

Die althergebrachte und über lange Zeit bewährte sog. „strategische Entwurmung“, also die routinemäßige mehrmals jährliche Gabe von Anthelmintka an alle Pferde eines Bestandes, wird zunehmend in Frage gestellt, da sie einerseits zur Resistenzentwicklung der Parasiten gegen die vorhandenen Anthelmintika beitragen kann (und bereits dazu beigetragen hat!) und andererseits im Rahmen dieses Verfahrens häufig Pferde behandelt werden, die tatsächlich gar nicht nennenswert parasitär befallen sind.

Als interessante Alternative zur strategischen Entwurmung bieten wir in unserer Praxis die Zeitgemäße (+Selektive) Entwurmung (ZE (+SE)) gem. dem Regelwerk der Arbeitsgemeinschaft Zeitgemäße (+Selektive) Entwurmung e.V. an.

Bei diesem Verfahren wird eine regelmäßige, mehrmals jährliche quantitative Kotprobenanalyse (modifiziertes Verfahren nach McMaster) durchgeführt. Zusätzlich werden einmal jährlich zwei weitere spezielle qualitative Kotuntersuchungsverfahren (Sedimentation/Flotation und Larvenauswanderungsverfahren) durchgeführt. Diese Untersuchungen führen wir in unserem Partnerlabor Laboklin, Labor für klinische Diagnostik GmbH & CO. KG durch.

Anhand der Ergebnisse dieser Untersuchungen (Strongylideneier, Kriterium ist die Eizahl pro Gramm Kot / EpG) werden die Pferde gedanklich drei verschieden Gruppen (Ampelsystem) zugeordnet.
Darauf aufbauend wird die Entscheidung über die notwendige anthelmintische Behandlung der Pferde in der „gelben und roten“ Gruppe (>200 EpG bzw. >500 EpG) gegen die Endoparasiten getroffen. Pferde in der „grünen“ Gruppe (< 200 EpG) werden nicht behandelt! Von den behandelten Pferden werden 10 – 14 Tage nach der Entwurmung erneut Proben untersucht, um festzustellen, ob durch die Medikation eine Reduktion der Eizahl erreicht werden konnte. Die Pferde aller drei Gruppen werden auch weiterhin regelmäßig im Jahresverlauf beprobt.

Unabhängig davon empfehlen wir in unserer Region grundsätzlich zusätzlich zu o.g. Verfahren einmal im Jahr die Behandlung mit Ivermectin + Praziquantel gegen Magendasseln und Bandwürmer.

Bei der Zeitgemäßen (+Selektiven) Entwurmung handelt es sich um ein Konzept, das nur innerhalb eines Gesamtbestandes realisiert werden kann. Alle Pferde des Bestandes sollten in dieses Konzept einbezogen werden. Darüberhinaus spielt das Herdenmanagement sowie die Weidehygiene innerhalb dieses Konzeptes eine erhebliche Rolle und eine korrekte Durchführung entsprechender Maßnahmen ist Grundvoraussetzung für den Erfolg der Zeitgemäßen (+Selektiven) Entwurmung.

Sollten Sie Interesse an diesem interessanten und aus tierärztlicher Sicht sehr empfehlenswerten Entwurmungskonzept haben, beraten wir Sie gerne und setzen dieses Konzept gerne mit Ihnen in Ihrem Stall um. Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.selektive-entwurmung.com/



Aufgrund geltender arzneimittelrechtlicher Vorschriften bitten wir Sie, den Equidenpaß Ihres Pferdes bei jedem tierärztlichen Besuch vorzulegen.

Weitere Einzelheiten zu diesem Thema finden Sie unter "Service und Information".



Bitte beachten Sie, daß seit dem 27.07.2017 die Neufassung der GOT gilt.


Seit nunmehr über zwei Jahren unterstützt uns Frau Carolin Schwarz als Assistenztierärztin sehr erfolgreich bei unserer Arbeit für Ihre Pferde und mit Ihren Pferden.

Sie erreichen Carolin unter der Mobiltelefonnummer 0170 / 713 81 84.